Gymnasium Lohmar

 
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Sommerwanderung – „36 Grad und es wird noch heißer“

8. - 11. Juli 2010

1. Tag: Lohmar – Kamp-Bornhofen – St. Goarshausen

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Rrrrrrrriiiing! 4:00 morgens, mein Wecker klingelt. „Was soll das?“, denke ich. Und dann fällt mir erst ein, dass ich mich für diese Sommerwanderung angemeldet habe. Der Rucksack steht schon gepackt in der Ecke.
Pünktlich um 6:00 verlassen 44 hochmotivierte Wanderer mit dem Reisebus den Parkplatz am Gymnasium Lohmar Richtung Kamp-Bornhofen. Dort starten wir von der Kirche aus Richtung Oase, wo uns Kaffee und ein paar Brötchen erwarten. Leider mag ich keinen Kaffee und so bin ich froh, dass wir unterwegs ein paar Kirschen und Himbeeren finden. Vom ersten Aussichtspunkt, der Hindenburghöhe, können wir zum ersten Mal die Aussicht auf das Rheintal genießen. Ich wusste gar nicht, dass der Rhein so schön ist. Türkisblau schlängelt er sich in der Tiefe durch die bewaldeten Felsen.
Für die Mittagspause finden wir ein schattiges Plätzchen. Einige hatten noch nicht genug Sonne abbekommen und vertreiben sich die Zeit mit Frisbeespiel. Schon nach kurzer Zeit landet die Scheibe jedoch oben in einem Baum und es werden die Kletterkünste einiger Profis benötigt, sie wieder zu befreien.

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Die Nachmittagsetappe wird durch den Besuch auf der Burg Maus unterbrochen. Die Greifvogel-Show mit den Adlern Hermann und Wanja war unvergesslich. Außerdem wurden wir Zeugen außergewöhnlicher Szenen einer Ehe. Befehle wie „Ich übernehme“ oder „Beute auf den Boden“ erheiterten uns auch noch in den nächsten Tagen. „Hurra!“

Wir übernachteten auf dem Campingplatz in St. Goarshausen, wo wir ein unterhaltsames Abendprogramm für die älteren Zuschauer auf der Café-Terasse boten, indem wir unser Liederrepertoire mit den „Bergvagabunden“ und dem „kleinen Matrosen“ schmetterten. Hungrig mussten wir ins Zelt.

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2. Tag: St. Goarshausen – Oberwesel - Bacharach
Am nächsten Tag setzten wir mit der Fähre nach St. Goar über und erklommen die Höhe, wo wir mit Blick auf die Loreley zu 42 Leuten den Standwaagedrehsprung durchführten. Der Schweiß lief in Strömen, unter rauschenden Bächen konnten wir uns erfrischen. Die Strecke zog sich. Nach der Mittagspause in Oberwsel teilte sich die Gruppe in Zugfahrer und Sturmschrittwanderer, sodass wir fast zeitgleich den Campingplatz in Bacharach erreichten. Der Abstieg durch „herrliche Berge und  sonnige Höhen“ und die Weinberge mit Blick auf Burg Stahleck sind unvergesslich.

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3. Tag: Bacharach – Ebentaler Hof
Die dritte Etappe begann mit einer Wegstrecke direkt am Rhein. Nach etwa einer Stunde setzten wir auf die andere Stromseite über und gingen durch die Weinberge bis zum Campingplatz „Suleika“. Die Dame, die uns dort erwartete, entsprach nicht unseren Erwartungen, manche Männer vertrieb sie sogar barsch von der so schönen Sitzgruppe im Schatten. Verführerisch war allein das eiskalte Wasser an der Waschstelle, dem niemand aus unserer Gruppe widerstanden hat.
Nach einer kurzen Rast setzen wir unsere Wanderung mit einem steilen Anstieg fort und waren kurze Zeit später in der Höhe über dem Rhein. Wenn ich am Tag vorher gedacht hatte, mehr kann man nicht schwitzen, wurde ich nun eines besseren belehrt: Mehr geht immer! Und die schier nicht enden wollende Asphaltstrecke zog sich vor mir hin. Die Füße schmerzten, Blasen platzten, da konnte Herr Kuhn noch so oft sagen, dass das Ziel nicht mehr weit sei.
Aber dann: Der Ebentaler Hof – ein Bauernhofidyll, von selbstgemachtem Apfelwein über Erdbeerkuchen bis hin zu Ponies und unbegrenzten Duschmöglichkeiten im Hof alles, was das Herz begehrte! Damit wir gemeinsam das Spiel Deutschland gegen Uruguay gucken konnten, stellten Benders, unsere Gastgeber, ihren Fernseher ans Fenster und wir platzierten uns auf Bierbänken um das Fenster herum. Deutschland gewann und wir verlebten noch einen lustigen Abend, wurden aber dann fast alle nachts von einem furchtbaren Donnerschlag aus dem Schlaf gerissen. Und dann ging es los: Blitz hier, Donner da, links, rechts und plötzlich fast gleichzeitig. Der Regen prasselte, doch findig, wie wir Wanderer nun einmal sind, hatte ein jeder schnell ein trockenes Plätzchen gefunden.

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4. Tag: Ebentaler Hof – Rüdesheim – Lohmar
Der letzte Tag war ein Klacks. Die nicht einmal sechs Kilometer bis Rüdesheim waren für niemanden ein Problem. Auf der Hälfte, am Niederwald-Denkmal, vollführten wir noch einmal unseren Standwagedrehsprung. Spöttische Ironie oder geschichtsschwangere Ernsthaftigkeit? Ach, was soll's, das Denkmal steht schon so lange, wer will da den Vorschlaghammer holen?
In Rüdesheim bestiegen wir das KD-Schiff und konnten auf der gemächlichen Fahrt bis Kamp-Bornhofen die ganze Tour noch einmal Revue passieren lassen.

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Ein ganz besonderer Dank gilt Dieter Kuhn, der diese wunderbare Wanderung organisierte und hervorragend leitete!

 

 

 

 

Sommerwanderung – „36 Grad und es wird noch heißer“
8. - 11. Juli 2010

1. Tag: Lohmar – Kamp-Bornhofen – St. Goarshausen

Rrrrrrrriiiing! 4:00 morgens, mein Wecker klingelt. „Was soll das?“, denke ich. Und dann fällt mir erst ein, dass ich mich für diese Sommerwanderung angemeldet habe. Der Rucksack steht schon gepackt in der Ecke.
Pünktlich um 6:00 verlassen 44 hochmotivierte Wanderer mit dem Reisebus den Parkplatz am Gymnasium Lohmar Richtung Kamp-Bornhofen. Dort starten wir von der Kirche aus Richtung Oase, wo uns Kaffee und ein paar Brötchen erwarten. Leider mag ich keinen Kaffee und so bin ich froh, dass wir unterwegs ein paar Kirschen und Himbeeren finden. Vom ersten Aussichtspunkt, der Hindenburghöhe, können wir zum ersten Mal die Aussicht auf das Rheintal genießen. Ich wusste gar nicht, dass der Rhein so schön ist. Türkisblau schlängelt er sich in der Tiefe durch die bewaldeten Felsen.
Für die Mittagspause finden wir ein schattiges Plätzchen. Einige hatten noch nicht genug Sonne abbekommen und vertreiben sich die Zeit mit Frisbeespiel. Schon nach kurzer Zeit landet die Scheibe jedoch oben in einem Baum und es werden die Kletterkünste einiger Profis benötigt, sie wieder zu befreien.
Die Nachmittagsetappe wird durch den Besuch auf der Burg Maus unterbrochen. Die Greifvogel-Show mit den Adlern Hermann und Wanja war unvergesslich. Außerdem wurden wir Zeugen außergewöhnlicher Szenen einer Ehe. Befehle wie „Ich übernehme“ oder „Beute auf den Boden“ erheiterten uns auch noch in den nächsten Tagen. „Hurra!“
Wir übernachteten auf dem Campingplatz in St. Goarshausen, wo wir ein unterhaltsames Abendprogramm für die älteren Zuschauer auf der Café-Terasse boten, indem wir unser Liederrepertoire mit den „Bergvagabunden“ und dem „kleinen Matrosen“ schmetterten. Hungrig mussten wir ins Zelt.

2. Tag: St. Goarshausen – Oberwesel - Bacharach

Am nächsten Tag setzten wir mit der Fähre nach St. Goar über und erklommen die Höhe, wo wir mit Blick auf die Loreley zu 42 Leuten den Standwaagedrehsprung durchführten. Der Schweiß lief in Strömen, unter rauschenden Bächen konnten wir uns erfrischen. Die Strecke zog sich. Nach der Mittagspause in Oberwsel teilte sich die Gruppe in Zugfahrer und Sturmschrittwanderer, sodass wir fast zeitgleich den Campingplatz in Bacharach erreichten. Der Abstieg durch „herrliche Berge und  sonnige Höhen“ und die Weinberge mit Blick auf Burg Stahleck sind unvergesslich.

3. Tag: Bacharach – Ebentaler Hof

Die dritte Etappe begann mit einer Wegstrecke direkt am Rhein. Nach etwa einer Stunde setzten wir auf die andere Stromseite über und gingen durch die Weinberge bis zum Campingplatz „Suleika“. Die Dame, die uns dort erwartete, entsprach nicht unseren Erwartungen, manche Männer vertrieb sie sogar barsch von der so schönen Sitzgruppe im Schatten. Verführerisch war allein das eiskalte Wasser an der Waschstelle, dem niemand aus unserer Gruppe widerstanden hat.
Nach einer kurzen Rast setzen wir unsere Wanderung mit einem steilen Anstieg fort und waren kurze Zeit später in der Höhe über dem Rhein. Wenn ich am Tag vorher gedacht hatte, mehr kann man nicht schwitzen, wurde ich nun eines besseren belehrt: Mehr geht immer! Und die schier nicht enden wollende Asphaltstrecke zog sich vor mir hin. Die Füße schmerzten, Blasen platzten, da konnte Herr Kuhn noch so oft sagen, dass das Ziel nicht mehr weit sei.
Aber dann: Der Ebentaler Hof – ein Bauernhofidyll, von selbstgemachtem Apfelwein über Erdbeerkuchen bis hin zu Ponies und unbegrenzten Duschmöglichkeiten im Hof alles, was das Herz begehrte! Damit wir gemeinsam das Spiel Deutschland gegen Uruguay gucken konnten, stellten Benders, unsere Gastgeber, ihren Fernseher ans Fenster und wir platzierten uns auf Bierbänken um das Fenster herum. Deutschland gewann und wir verlebten noch einen lustigen Abend, wurden aber dann fast alle nachts von einem furchtbaren Donnerschlag aus dem Schlaf gerissen. Und dann ging es los: Blitz hier, Donner da, links, rechts und plötzlich fast gleichzeitig. Der Regen prasselte, doch findig, wie wir Wanderer nun einmal sind, hatte ein jeder schnell ein trockenes Plätzchen gefunden.

4. Tag: Ebentaler Hof – Rüdesheim – Lohmar

Der letzte Tag war ein Klacks. Die nicht einmal sechs Kilometer bis Rüdesheim waren für niemanden ein Problem. Auf der Hälfte, am Niederwald-Denkmal, vollführten wir noch einmal unseren Standwagedrehsprung. Spöttische Ironie oder geschichtsschwangere Ernsthaftigkeit? Ach, was soll's, das Denkmal steht schon so lange, wer will da den Vorschlaghammer holen?
In Rüdesheim bestiegen wir das KD-Schiff und konnten auf der gemächlichen Fahrt bis Kamp-Bornhofen die ganze Tour noch einmal Revue passieren lassen.
 
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