Praktische Philosophie am Gymnasium Lohmar

aristoteles_2Das Fach Praktische Philosophie wird am Gymnasium Lohmar als Alternative zum Religionsunterricht ab Jahrgangsstufe 5 durchgängig angeboten.

Unter dem Fach Praktische Philosophie versteht man (nach Aristoteles 384-322 v.Chr.) die Lehre vom sittlichen Handeln, wobei neben Ethik und Politik auch die Ökonomie, also die Lehre von der richtigen Führung des Hauses und die Erwerbskunst als dritte Disziplin dazugehören. Kant leitet die Ethik von der Vernunft her, da diese bestimmt, was geschehen soll.
Im Unterricht wird konkret an die Alltagserfahrung der Schüler und Schülerinnen angeknüpft, wobei die Unterrichtsinhalte nicht nur aus dieser personalen Perspektive, sondern auch aus gesellschaftlicher Sicht und bezüglich ihrer ideengeschichtlichen Bedeutung beleuchtet werden.


Ziele des Unterrichts sind, Grundlagen für verantwortliches Handeln und interkulturelle Toleranz zu entwickeln. Das Fach ist fächerübergreifend angelegt, wobei das Kerncurriculum sieben Fragenkreise vorgibt:

1. Die Frage nach dem Selbst: die handelnde Person, einschließlich ihrer Interessen und Bedürfnisse

2. Die Frage nach dem Anderen: die von unseren Handlungen Betroffenen

3. Die Frage nach dem guten Handeln: den in Verantwortlichkeit gründenden moralischen Wert einer Handlung

4. Die Frage nach Recht, Staat und Wirtschaft: der gesellschaftliche und institutionelle Kontext des eigenen Handelns

5. Die Frage nach Natur, Kultur und Technik: Objekte und Instrumente der Handlung sowie die diesbezüglichen Folgen und Nebenfolgen

6. Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien: unmittelbare Erkenntnisse, vermittelte Informationen und Objektivität

7. Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn: Lebensziele und Lebensideale sowie verschiedene Vorstellungen über das universale Ganze

Die Fachschaft stellt sich vor

DGLRGHWNZ

Die Fachschaft besteht aus Frau Dangel, Herrn Regh, Herrn Türer und Herrn Weinz.

 

Leistungsbewertung im Fach Praktische Philosophie

Im Bereich der Leistungsbewertung sind keine Klassenarbeiten sowie Lernstandserhebungen
vorgesehen, es kommen neben den mündlichen jedoch auch schriftliche Überprüfungen zum Tragen.
Der schriftliche Bereich umfasst Protokolle, Materialsammlungen, Hefte, Mappen, Portfolios und
Lerntagebücher.
Im Rahmen der mündlichen Leistungsbeurteilung ist eigenverantwortliche und schüleraktive Mitarbeit
ein wichtiger Faktor (Rollenspiele, Präsentationen etc.). Weiterhin von Bedeutung sind Qualität der
mündlichen und schriftlichen Beiträge, Dichte und Schlüssigkeit von Argumentationen, respektvoller
Umgang mit Andersdenkenden.