Unter dem Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“ hat das Land Nordrhein-Westfalen das neue „Übergangssystem Schule-Beruf“ eingeführt. Hintergrund ist unter anderem der steigende Fachkräftebedarf vieler Branchen und die hohe Rate an Studien- und Ausbildungsabbrüchen.

Schülerinnen und Schüler aller Schulformen sollen sich frühzeitig mit ihren Berufswünschen auseinandersetzen und sich intensiver auf das Erwerbsleben und die damit verbundenen Anforderungen vorbereiten.

Durch ganztägige Schnupperpraktika mit kleinen Arbeitsproben – sog. Berufsfelderkundungen – sollen Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 mindestens drei Berufsfelder praxisnah kennenlernen und eine realistische Vorstellung von Anforderungen im Betriebspraktikum, in der Ausbildung und im Berufsleben entwickeln.

 

Was ist eine Potenzialanalyse?

Die Potenzialanalyse zielt darauf ab, dass sich die Jugendlichen den eigenen Interessen, Neigungen und Möglichkeiten annähern und damit verbundene Kompetenzen weiterentwickeln. Es ist keine Berufsempfehlung. Eine Potenzialanalyse fördert vielmehr die Selbstreflexion und erschließt Anhaltspunkte für ein passgenaues Angebot der weiteren Bausteine in der Berufs- und Studienorientierung wie Berufsfeld-erkundungen oder die Auswahl von Schülerbetriebspraktika.

Die Ergebnisse werden individuell ausgewertet und in einem von der Schule ausgewählten Portfolioinstrument (Berufswahlpass NRW) dokumentiert.

Die Potenzialanalyse wird von einem externen Träger (VESBE - Verein für Europäische Sozialarbeit, Bildung und Erziehung e.V.) außerhalb der Schule durchgeführt.

Was ist eine Berufsfelderkundung?

Der erste praxisnahe Einblick in mehrere berufliche Arbeitsabläufe dient dazu, eine reflektierte, an den individuellen Fähigkeiten und Neigungen der Schülerinnen und Schüler ausgerichtete Auswahl eines Betriebspraktikums zu fördern. Die Berufsfelderkundungen finden vorrangig in Betrieben statt. Sie ermöglichen praktische Einblicke in die berufliche Arbeitswelt in mindestens drei Berufsfeldern.

Berufsfelderkundungen unterscheiden sich von Betriebserkundungen bzw. Betriebsführungen, bei denen Jugendliche vorrangig als „Zuschauerinnen und Zuschauer“ informiert werden. Bei Berufsfelderkundungen sind Jugendliche aktiv beteiligt und können über praktische Übungen und Ausprobieren sowie Beobachtungen und Gespräche Erfahrungen sammeln.

Mit Bezug zum Ergebnis der Potenzialanalyse reflektieren die Schülerinnen und Schüler ausgewählte Fähigkeiten durch reale betriebliche Erfahrungen, auch als Gegenerfahrung zu traditionell als geschlechtertypisch angesehenen Berufsfeldern (Entscheidungs- und Handlungskompetenz).

Termine für die Berufsfelderkundungstage am Gymnasium Lohmar – 2017:

                                                                  30.01.2017

                                                                  27.04.2017

                                                                  05.07.2017

 

 

alt  Beispiel-Ablaufplan Berufsfelderkundung

alt  Teilnahmebescheinigung für die Berufsfelderkundung

alt  Kurzanleitung/Dokumentation zum Buchungsportal

      Zum Buchungsportal für Berufsfelderkundungsplätze

 

Weitere Informationen zur Potenzialanalyse und den Berufsfelderkundungen finden unter: Berufsorientierung-Bonn-Rhein-Sieg.